GLI STUCCHI DI EPOCA ROMANA A MARINA DI CASTELLONE

FORMIA
1952
tipologia : Resti Archeologici
accessibilità : luogo pubblico

Stuck aus der Rőmerzeit in Marina di Castellone (Gli stucchi di Epoca Romana a Marina di Castellon)

Die Wandelgänge von Marina di Castellone sind die Überreste eines Balneums (Badeeinrichtung) einer römischen Strandvilla aus dem ersten Jahrhundert vor Christus. Sehr wichtig und wertvoll sind die Stuckarbeiten in einem der fünf Räume, die sich alle an die alten Mauern zum Meer hin anlehnen und vielleicht aus der vorrömischen Zeit vor der ersten republikanischen Phase stammen.  Der anliegende Strand dieser Fundstűcke, mitten an der Meeresküste, im Herzen von Formia, befindet sich in der Nähe der römischen Mole, deren Überreste derzeit unter Wasser liegen. Die Orte in der Nähe der  sogenannten „Muro di Nerva“ (Nerva-Mauer) sind von einzigartiger Schönheit, trotz der Schäden, die in der ersten Nachkriegszeit durch den Durchgang der Nuova Flacca verursacht wurden.

Die ersten beiden Fotos stammen aus dem Buch “ Mola e Castellone di Gaeta “ Vol. II geschrieben und veröffentlicht von Aldo Treglia. Das erste Foto ist eine Zeichnung von Carlo Labruzzi ( 1747 – 1817), während das zweite eine Tuschezeichnung von F. Keiserman ( 1765 – 1833) ist. Er hat praktisch die Arbeit von Labruzzi kopiert; er hatte  den Ort sicherlich während seiner Reise auf der Via Appia von Rom nach Benevento gesehen und gezeichnet. Beide übermitteln uns Bilder von einem Landstrich in Marina di Castellone, der uns aus Formia gut bekannt ist, weil es  eine römische Stätte von wertvoller Baukunst ist.         Diese Stätte liegt am Rande einer Bucht im Zentrum von Formia, mit polygonalen Mauern aus dem 4./3. Jahrhundert v. Chr. auf der Bergseite gelegen,  und mit dem vorletzten und einzigen Raum auf der Westseite mit einem Gewölbe aus zarten und kostbaren Stuckarbeiten aus der Rőmerzeit der ersten Kaiserzeit. Die Zeichnungen von Labruzzi und Keiserman, die in den letzten Jahren des 18. Jahrhunderts entstanden sind, schlagen offene Räume auf der Meerseite vor (während die Bogenöffnungen heute zugemauert sind) und nicht eine, sondern zwei Nymphen mit Gewölben, die mit Stuck im Relief mit verschiedenen Symbolen verziert sind.

DER STRAND VON MARINA DI CASTELLONE MIT DEN MEGALITHISCHEN WÄNDEN

Immer erreichbar von Largo Marina, gibt es einen wunderschönen Strand mit feinem Sand von einer Länge von etwa hundert Metern.  Vor den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts gab es neben den auβerhalb der liegenden Stränden von Vindicio und der Ostküste, drei Strände im Zentrum von Formia.

Mit dem Bau der Via Flacca entstand eine regelrechte Absperrung zum Meer und unglűcklicherweise verlor  Formia zwei schőne Strände innerhalb der  Stadt: den Strand von Sarinola (oder Salinola) und den Strand von Mola. Űbrig geblieben ist jetzt dieser hübsche kleine Strand, der jetzt sandig ist, aber in der Vergangenheit war er, soweit ich mich erinnere, mit Kieseln und kleinen Steinen übersät. Auch die Qualität des Wassers scheint nach der Einführung des Abwasserkanals von Castellone in das primäre Abwassersystem, das zum Depurator im Bereich ex Enaoli führt, gut zu sein. Der Zugang zu diesem kleinen Uferbereich ist problematisch und auch ziemlich gefährlich. Man muss an  Boote vorbei, die  űber eine spezielle Erlaubnis verfűgen im Werftlager geankert sind.   Ich glaube nicht, dass es viele Städte in Italien gibt, die einen Strand haben, den man zu Fuß erreichen kann und der nur ein paar Dutzend Meter vom Stadtzentrum entfernt ist.

An der Bergseite ist eine prächtige, gut erhaltene Megalithmauer mit großen Kalkstein- und Sandsteinblöcken zu sehen, die ohne Mörtel errichtet wurde. Einige Steinblőcke sind bearbeitet, damit die Blőcke besser ineinanderpassen.

Die abgebildeten Fotos bereichern diesen Post. Es sind zwei Felsblöcke, auf denen zwei Buchstaben erkennbar sind, die auf ehrenwűrdige Weise eingemeiβelt wurden.  Ich denke aber,  dass diese Buchstaben in der Neuzeit ausgefűhrt wurden, und zwar ein “ T “ und ein “ P „.

Auf der östlichen Seite, in der Nähe der römischen der Nerva-Mauer, befinden sich vier Räume mit Tonnengewölben aus der Rőmerzeit des ersten Jahrhunderts v. Chr. Neben den oben erwähnten Zyklopenmauern, mit offensichtlicher Badefunktion, weil sie mit dem Meer und der Nutzung des Strandes verbunden waren, gehőrten sie sicherlich zu einer Strandvilla. Sie muss  auf dem oberen Teil nördlich der Via Flacca und nahe der Nerva-Mauer gestanden haben. Noch  gut erkennbare Bauspuren bestätigen diese Annahme.

Nur einer dieser Räume ist mit einem Gewölbe mit wunderschönem Stuck mit markanten floralen und militärischen Reliefs ausgestattet. Die gesamte Struktur befindet sich unter einem Bereich, der derzeit als öffentlicher Parkplatz mit Blick auf den Strand genutzt wird.

Es ist klar, dass der Zustand der Wände und insbesondere des Stucks durch das Eindringen von Wasser von oben beeinträchtigt wird.

 

 

 

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